Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Macula lutea (auch Stelle des schärfsten Sehens oder Gelber Fleck genannt) und der darunter liegenden Gewebsschichten. Sie ist verbunden mit einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld. Das periphere Gesichtsfeld bleibt erhalten. Die weitaus häufigste Form der Makuladegeneration ist die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD).
Beim Sehen der Umwelt wird lediglich ein sehr geringer Anteil des Gesichtsfeldes wirklich scharf abgebildet. Da wir in der Makula am Schärfsten sehen, befinden sich dort vor allem Zapfen. Dies sind Sinneszellen, die für das Farbensehen verantwortlich sind. Die äußeren Bezirke der Netzhaut dienen mit vielen Stäbchen (Sinneszellen für das Schwarz - Weiß - Sehen) dem Bewegungs- oder dem räumlichen Sehen. So erkennen wir auch etwas aus den Augenwinkeln heraus.
Durch eine Schädigung der Makula und der dortigen Sinneszellen wird das zentrale Gesichtsfeld erheblich beeinträchtigt, so dass sich die Sehschärfe und das Farbensehen verschlechtern. Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) kann zu dieser schwerwiegenden Beeinträchtigung führen.
Die AMD gehört zu den häufigsten visusmindernden Augenerkrankungen in den modernen Industriestaaten. Von den über 65-jährigen zeigt nahezu jeder vierte in Deutschland entsprechende Symptome. In der Altersgruppe zwischen 45 bis 65 Jahren ist sie die zweithäufigste Erblindungsursache. Die Erkrankung zerstört den zentralen Teil der Macula lutea, der für das Scharfsehen verantwortlich ist. Erste Symptome sind eine verschwommene und verzerrte Wahrnehmung im Zentrum des Gesichtsfeldes. Dadurch wird das Lesen, aber auch das Erkennen von Personen, immer schwieriger.